Bei 37 oder auch 38 aktiven Tipp-Mikroben müsste die Verteilung der Spieltagesberichte doch eigentlich so aufgehen, dass jede Mikrobe einmal in die Tasten haut. Bei 34 Spieltagen müssten sogar welche übrig bleiben. Dennoch schreibe ich diese Saison schon meinen zweiten oder gar dritten Spieltagbericht. Das finde ich mindestens eigenartig.
Gut. Ich könnte jetzt, wie viele andere vor mir, Inkompetenzen ansprechen oder sämtliche Regelwerke aushebeln. Stattdessen möchte ich aber unseren Erstplatzierten Snuppe für den Chat-Beitrag des Jahres würdigen. Nachdem der Chat als Reaktion auf nutzloses Wissen mal wieder ausgeartet ist, beruhigte Snuppe die Situation mit folgenden Worten:
„Wusstet ihr? Flusspferde können eigentlich gar nicht schwimmen. Aufgrund ihrer hohen Knochendichte sinken sie einfach ab und rennen stattdessen extrem schnell über den Flussgrund.“
Schwer beeindruckt von der Wortgewalt, musste ich der Sache „auf den Grund gehen“. Die Vorstellung, wie das Flusspferd über den Flussgrund galoppiert, hat mich seither nicht mehr losgelassen – ich hatte die wildesten Tagträume. Gleichzeitig habe ich mich gefragt: Wie läuft das mit dem Luftholen? Rennen, ohne Luft zu holen ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit.
Dieser Frage bin ich im Detail nachgegangen. Erwachsene Flusspferde können tatsächlich drei bis fünf Minuten die Luft anhalten. Aber Hallo! In ruhigen Situationen, und da gehört Rennen nicht dazu, kommen sie auch länger ohne einen Atemzug aus. „In ruhigen Situationen“? Was ist, wenn Flusspferde extrem chillen, wie beispielsweise Mason am Freitagmittag nach einer harten Arbeitswoche, und dabei einschlafen? Und tatsächlich, Flusspferde können im Schlaf unter Wasser liegen. Sie tauchen automatisch auf, um Luft zu holen – und das, ohne dabei aufzuwachen. Das nennt sich „automatisches Atmen“. Der Körper steuert den Atemreflex von allein: er taucht kurz auf, holt Luft und sinkt wieder ab, so wie sgaetzle, Erzengel, Maza oder andere Granden der Mikrobenliga, die mehr oder weniger auf dem Grund der Mikrobenliga automatisch atmen.
Korrigieren muss man bei Snuppes Aussage nur das mit dem Rennen. Das ist irreführend. Flusspferde rennen nicht, wie man das beispielsweise von Secretariat kennt, dem wohl berühmtesten Rennpferd überhaupt. Flusspferde stoßen sie sich am Flussgrund ab und gleiten so durch das Wasser - zugegeben überraschend schnell.
Flusspferde leben vor allem in Ländern wie Tansania, Kenia, Uganda, Sambia, Botswana oder Südafrika. In hiesigen Baggerseen, wie beispielsweise Alberweiler oder Ummendorf ist ein Ritt auf dem Flusspferd mehr oder weniger ausgeschlossen. Apropos Ummendorfer Baggersee: von Montag, 30.03.2026 bis Freitag, 10.04.2026 findet der Vorverkauf der Jahreskarten 2026 statt (ausgenommen Osterfeiertage). Die Jahreskarte für Erwachsene kostet 34,- Euro.
Mit den besten Grüßen
Euer Bischdabender
4 Wochen:
Spieltag:
26. Bananenbieger
27. Bischdabender
28. Graswatza
29. Manni der Libero
30. Bresale
In diesem Sinne, gut Tipp